Reiherente

Reiherentenpaar ( Aythya fuligula), Weibchen rechts, Männchen links.

Zuordnung:
Familie: Entenvögel (Anatidae)
Tribus: Tauchenten (Aythyini)
Gattung: Aythya

Die Reiherente gehört zu der Familie der Entenvögel und ist eine Tauchente. Das bedeutet, dass sie zur Nahrungssuche komplett unter Wasser abtaucht und beispielsweise Muscheln, Insektenlarven, Weichtiere und Samen von Wasserpflanzen oder dem Gewässergrund einsammelt. Auf den Wasserflächen fallen sie durch ihr häufiges Auf- und Abtauchen auf.
Da Reiherenten Tauchenten sind, sind sie in den Rieselfeldern vor allem in den etwas tieferen Wasserflächen bei der Nahrungssuche zu beobachten. Gelegentlich gründeln sie aber auch im flacheren Wasser. Sie sind hier Brutvogel mit 45 Brutpaaren (Stand 2024) und ganzjährig zu beobachten mit höchster Anzahl im Mai.

Reiherentenmännchen im Prachtkleid.

Reiherenten können 42 bis 47cm groß werden und 750 bis 1000g schwer.
Bei der Reiherente fällt der Geschlechtsdimorphismus sehr deutlich aus, jedenfalls im Prachtkleid, dass die Männchen von September bis Mai tragen. Dann sind sie unverwechselbar schwarz-weiß gefärbt, mit einem Schopf am Hinterkopf.
Das Weibchen ist ganzjährig braun, an den Seiten etwas heller als am Rücken. Auch das Weibchen trägt einen Schopf, auch wenn er nicht immer so deutlich zu sehen ist. Ähnliche Schopffedern finden wir bei den Reihern, daher leitet sich auch der Name der Ente ab.
Bei beiden Geschlechtern auffällig ist auch das gelbe Auge.

Reiherentenweibchen. Der Schopf liegt an, da die Reiherente gerade aufgetaucht ist. Foto: Thomas Sauter

Die Reiherente ist weit verbreitet in Asien und Europa und überwintert teilweise in Afrika. Sie gilt als sehr anpassungsfähig und kann auch in künstlich angelegten Gewässern wie Stadtparks gut überleben. So wurde sie zur zweithäufigsten Entenart in Deutschland nach der Stockente.
Die in Deutschland vorkommenden Tiere sind Standvögel, bleiben also ganzjährig hier. Dazukommen im Winter die Brutvögel aus nördlicheren Regionen, sowie zweitweise Durchzügler.

Reiherentenpaar bei der Paarung. Foto: Ralf Worrmann