Info-Pfosten 18

Kleine Rieselfeld-Parzelle

Diese Parzelle (23/5 auf der Gebietskarte mit der Flächennummerierung) ist von ihren Ausmaßen eine typische Bewässerungsparzelle aus der Zeit der Rieselfeld-Bewirtschaftung. Sie ist mit dem Schilfsaum etwa einen Hektar groß und damit nur geringfügig größer als die Spielfläche eines Fußballplatzes.
Bis 1975 sorgten Drainage-Rohre unter der Fläche dafür, dass das versickerte, durch den Boden filtrierte und somit gereinigte Abwasser schnell in die großen benachbarten Ableitergräben gelangte. Heute ist es das Ziel, lange einen flachen Wasserüberstand auf den Flächen zu halten. Daher wurden die Drainagen, wie bei allen anderen Bewässerungsflächen, nach Möglichkeit zerstört. Um die Wasserfläche herum hat sich ein Röhricht-Saum gebildet der vor allem aus Schilf besteht. An einzelnen Stellen schauen gelegentlich je nach Bewässerungs-Zustand einige kleine Schlammflächen aus dem Wasser heraus.

Höckerschwan verjagt Graugans. Foto: Manuela Stenz

Auf diesen kleinen Parzellen sind vor allem Enten, Schwäne, Gänse und Lachmöwen zu entdecken. Gelegentlich steht ein Graureiher im Bereich der etwas tieferen Wasseransammlungen oder Watvögel suchen zu den Vogelzug-Zeiten auf den Schlammflächen nach Nahrung.

Das Wasser in dem benachbarten Ableitergraben ist heute das aus dem „Großen Stauteich“ abfließende Wasser. Es ist das gereinigte Abwasser (Klarwasser) aus dem Hauptklärwerk in Münster-Coerde. Es fließt im weiteren Verlauf in die Ems. Daher wird dieser Graben auch „Emsableiter“ genannt.