Bild: Wer sich im Schlamm aufhält oder sich aus dem Schlamm ernährt oder im extrem flachen Wasser trinkt, kann sich an einigen Stellen vergiften. Im Bild ein totes Blässhuhn.
Bedingt durch die vergangenen Hitzetage und die lang anhaltende warme Witterung, sind vermehrt tote Vögel in den Rieselfeldern zu beobachten. Es ist anzunehmen, dass die Tiere in Folge von Botulismus-Vergiftungen verendet sind. Bisherige Untersuchungen auf Geflügelpest-Viren waren negativ. Die Biologische Station bittet darum, Kadaver nicht anzufassen und Hunde von den Kadavern und dem Wasser fernzuhalten. Betroffen ist vor allem der Große Stauteich. Auch auf einigen wenigen flachen Bewässerungsflächen im Reservat wurden einzelne tote Vögel aufgesammelt.
Botulismus, geht auf einen bakteriellen Erreger zurück, der unter Luftabschluss Nervengifte freisetzt, die vergiftete Tiere lähmen. Sobald die Lähmung die Atmung betrifft, verenden die Tiere. Der Erreger benötigt eine sauerstofffreie Umgebung, um zu existieren, die zum Beispiel in flachen, sauerstoffarmen Gewässern bei warmem oder heißem Wetter entstehen kann. Die Bakterien sind an der Luft nicht lebensfähig.

