
Zuordnung
Familie: Entenvögel (Anatidae)
Gattung: Echte Gänse (Anser)
Tundrasaatgänse sind Brutvögel in der Tundra im hohen Norden. In Deutschland sind sie als Durchzügler in ihre Überwinterungsgebiete, die meist in den Niederlanden liegen, anzutreffen oder als Überwinter. Dann halten sie sich gerne auf Ackerflächen und Wiesen auf.
In den Rieselfeldern sind sie im Frühjahr und Herbst während des Vogelzugs unregelmäßig in Trupps vorzufinden.

Die Tundrasaatgans ist etwa 70 bis 88 cm groß und 3 bis 4 kg schwer.
Auf den ersten Blick sieht die Tundrasaatgans ähnlich aus, wie die Graugans, mit der sie auch nah verwandt ist. Bei genauerer Betrachtung fällt allerdings auf, dass ihr Schnabel dunkel ist und nur eine kleine orange Binde an der Spitze hat, zudem sind die Beine intensiv orange und nicht rosa. Auch die Größe ist ein hilfreiches Merkmal. Sitzen die beiden Arten nebeneinander ist deutlich erkennbar, dass die Graugans größer ist. Männchen und Weibchen unterscheiden sich nicht in der Färbung, tendenziell sind letztere aber etwas kleiner.
Ebenso ist auch noch die selten durchziehende Kurzschnabelgans eine mögliche Verwechslungsart.

Die Tunddrasaatgans ernährt sich wie alle Gänse vorwiegend pflanzlich. Im Winter grast sie vor allem auf Wiesen, während im Sommer die Kräuter und Beeren der Tundra auf ihrem Speiseplan stehen.
Gefressen wird die Saatgans bei uns beispielsweise von Seeadler und Rotfuchs, im Brutgebiet sind auch Polarfuchs und Schneeeule Fressfeinde.
