Familie: Eigentliche Eulen (Strigidae)
Gattung: Steinkäuze (Athene)

Der Steinkauz galt im antiken Griechenland als Vogel der Weisheit und war das Sinnbild der Göttin Athena. Seinen deutschen Namen besitzt er aufgrund seiner Neigung, nicht nur in Scheunen oder Baumhöhlen zu brüten, wie die meisten anderen Eulen es tun, sondern auch auf Stein. Generell ist er aber sehr anpassungsfähig im Hinblick auf seine Nestwahl. Auch in den Rieselfeldern gibt es jedes Jahr ein bis drei Brutpaare, die auch jährlich einige Male gesichtet werden. Die maximale Anzahl an gesichteten Steinkäuzen betrug vier Individuen an einem Ort, im Jahr 2022.

Der Steinkauz ist fast 30 Zentimeter groß und seine Flügelspannweite beträgt 50 bis 58 Zentimeter. Sein Maximalgewicht erreicht er im Winter, dann kann er bis zu 250 Kilogramm wiegen. Oftmals wiegen die Weibchen mehr als die Männchen. Der Steinkauz ist an seinem breitrundlichen Kopf und seinen fehlenden Federohren gut zu erkennen. Er besitzt einen schwachen Gesichtsschleier und weiße Überaugenstreifen. Seine Augen sind gelb und sein Gefieder zieren weißliche Tropfenflecken, die am Oberkopf besonders dicht sind. Das Fleckenmuster auf den Flügeln variiert je nach Vogel unterschiedlich stark. Außerdem findet man an seinem Nacken einen weißen Fleck, der wie ein „V“ geformt ist. Zu diesem Fleck kommt noch ein weißes Nackenband. Seine Körperunterseite ist weiß mit unregelmäßigen braunen Streifen.

Die Nahrung, die der Steinkauz zu sich nimmt variiert sehr. Er ernährt sich von Käfern, Regenwürmern, Grillen, Mäusen, Kleinvögeln, Amphibien und Reptilien. Er erbeutet sein Futter bevorzugt am Boden. Eigentlich ist der Steinkauz nachtaktiv, aber in der Nestlingszeit ist er auch regelmäßig am Tag wach.
