Familie: Entenvögel (Anatidae)
Gattung: Tauchenten (Anthya)

Die Tafelente ist in Europa und Asien bis zum Baikalsee verbreitet, überwintert auch teilweise in Afrika. Dabei besiedelt sie nährstoffreiche Binnengewässer. In nördlichen Regionen ist sie ein Zugvogel, weiter im Süden bleibt sie teilweise auch das ganze Jahr.
In den Rieselfeldern ist sie ganzjährig anzutreffen im Februar und März teilweise über 100 Individuen. Im Sommer und Herbst ist die Zahl deutlich geringer. Dafür hier zu Brutzeit acht Paare festgestellt worden (Stand 2024). Das ist ein großer Erfolg, da die Tafelente laut der Roten Liste der Brutvogelarten in NRW als ‚vom Aussterben bedroht‘ gilt.
Sowohl ihren deutschen als auch lateinischen Namen verdanken die Enten, der Tatsache, dass sie früher gerne gegessen wurden, da sie gut schmecken sollen (‚ferina‘ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Wildbrett). Inzwischen ist die Jagd aber in Deutschland ganzjährig untersagt.
Tafelenten sind etwa 45 bis 50 cm groß und können um die 800-1000 g schwer werden, wobei die Männchen tendenziell etwas größer und schwerer sind.

Im Prachtkleid, dass die Männchen im Winter und Frühjahr zur Balz tragen, sind sie mit anderen heimischen Arten kaum verwechselbar. Sie haben einen rostroten Kopf und eine schwarze Brust und Po. Der Rest des Körpers ist hellgrau. Auch ihr Auge ist rot.
Im restlichen Jahr im Schlichtkleid ist lediglich das Schwarz etwas blasser, ansonsten sind die Männchen noch gut erkennbar.
Die Weibchen sind unauffälliger grau, mit bräunlicher Brust und Kopf.
Tafelenten sind Tauchenten, sie verschwinden also bei der Nahrungssuche meist komplett unter der Wasseroberfläche. Dabei ernähren sie sich sowohl von Pflanzlichem als auch von Tierischem, zum Beispiel Samen, Schnecken und Insektenlarven.
