
Familie: Entenvögel (Anatidae)
Gattung: Halbgänse (Tadorna)
Rostgänse sind weit verbreitet und kommen neben Europa auch in Asien vor und besetzt dabei ganz unterschiedliche Lebensräume. In Deutschland ist sie zum Beispiel oft in Klärteichen oder Stadtparks anzutreffen.
Die heute hier lebenden Rostgänse stammen von Gefangenschaftsflüchtlingen ab, da sie gerne als Ziergeflügel gezüchtet wurden und dabei immer wieder Vögel entkommen. Zuvor war diese Halbgans bis ins Mittelalter heimisch, starb aber vermutlich aufgrund der kleinen Eiszeit hier aus.
In den Rieselfeldern kann die Rostgans ganzjährig beobachtet werden, mit in den letzten Jahren zunehmender Häufigkeit. Auch als Brutvogel ist sie hier nachgewiesen.

Die Rostgans ist 61 bis 68 cm groß mit einer Flügelspannweite von etwa 120 cm. Ihr Gewicht beträgt 1,2 bis 1,6 kg. Ihr Körper ist dem Namen entsprechend rot-orange gefärbt, der Kopf etwas heller beige. Mit dem dunklen Knopfauge und Schnabel sieht sie sehr niedlich aus. Im Flug sind die innen weißen und an der Hinterkante schwarzen Flügel ein gutes Kennzeichen.
Beide Geschlechter sind äußerlich nicht zu unterscheiden.

In kleinen Teilen Deutschlands, so auch in den Rieselfeldern ist die Rostgans als Brutvogel anzutreffen. Dabei leben die Elterntiere monogam. Meist erfolgt nur eine Brut, dafür aber mit vielen Küken, wie hier gezeigt mit bis zu zwölf.
Rostgänse ernähren sich großenteils pflanzlich von Sämereien und Gräsern, teilweise aber auch von Weichtieren. Hier in den Rieselfeldern kann sie häufig auf dem großen Stauteich oder kleineren Wasserflächen bei der Nahrungsaufnahme beobachtet werden.

Fressfeinde der Rostgans sind neben Fuchs auch Möwen oder besonders für die Küken Rabenvögel.
Rote Liste der Brutvogelarten in NRW: Etablierte Neozoon
