Kanadagans

Kanadagans (Branta canadensis) in den Rieselfeldern.

Zuordnung
Familie: Entenvögel (Anatidae)
Gattung: Meergänse (Branta)

Die Kanadagans, ihrem Namen entsprechend ursprünglich aus Nordamerika stammend, ist inzwischen ein häufiger Vogel in Deutschland. In Nordamerika ist sie ein Zugvogel, die in Deutschland vorkommenden Tiere sind hingegen ganzjährig.
Die Kanadagans besiedelt häufig Stadtparks, aber zunehmend auch natürliche Gewässersysteme. In Deutschland und Europa geht der Trend aufwärts und es werden seit Jahren mehr Individuen entdeckt. Auch in den Rieselfeldern brütet die Kanadagans regelmäßig mit zwischen 20 und 30 gezählten Brutpaaren.

Zur Bestimmung lohnt es sich die Größe im Vergleich zu anderen Gänsen zu beachten. Mit bis zu 95 cm ist sie die größte hier verbreitete Gans. Darüber hinaus ist sie typisch an ihrem schwarzen Hals, Schnabel und Gesicht zu erkennen, sowie an den weißen „Kinnstreifen“.

Kanadagänse auf Nahrungssuche. Foto: Thomas Gudermann

Zur Nahrungssuche eignen sich die zahlreichen Wasserflächen und Wiesen der Rieselfelder gut. Hier finden die Gänse Wasserpflanzen, Samen und Gräser. An einigen Tagen werden sogar über 400 Individuen gleichzeitig gezählt.

Bei ihrer Brut ist nicht mit ihr zu spaßen. Im Notfall nimmt sie es auch schon mal mit einem der in den Rieselfeldern vertretenen Nutrias auf, um ihr Revier zu verteidigen. Außerdem ist bekannt, dass sie bei ausbleibendem Bruterfolg auch schon mal den Nachwuchs von anderen Brutpaaren entführen.

Kanadagans gegen Nutria. Foto: Thomas Gudermann

Auch Paarungen mit Graugänsen sind möglich. Dabei entstehen dann Hybride, die sich vom Aussehen von den anderen Vögeln unterscheiden.