Familie: Möwenverwandte (Laridae)
Gattung: Larus
Die Mantelmöwe ist die größte Möwenart. Ihr Gefieder ist weiß und ihre Flügeloberseite schwarz. Ihren Namen erhielt die Mantelmöwe aufgrund der charakteristischen Färbung, die wie ein Mantel wirkt. Die Füße der Mantelmöwe sind graurosa und ihr Schnabel ist hellgelb und relativ kräftig. Mit einer Flügelspannweite von 145 bis 165 Zentimetern hat diese Möwenart verhältnismäßig kurze Flügel, die kaum über den Schwanz reichen.
Männchen und Weibchen dieser Art kann man mit etwas Übung unterscheiden. Die Augen des Männchens sitzen anders als beim Weibchen und verleihen der Möwe einen brutalen Ausdruck. Die Weibchen sind oft kleiner aber kräftiger.
Das Verbreitungsgebiet dieser Möwe erstreckt sich über die Küsten von Nord- und Westeuropa, Grönland und Nordamerika. Die Mantelmöwe brütet bevorzugt erhöht, zum Beispiel an Felsklippen oder auf Inseln. Die in hochnordischen Gebieten beheimateten Individuen ziehen zum Winter in den Süden, aber die restlichen Individuen sind Standvögel. In den Rieselfeldern gab es 2019 sieben Sichtungen von Mantelmöwen, seitdem aber keine mehr. Dies hängt vermutlich damit zusammen, dass die Deponie inzwischen geschlossen wurde und für die Möwen nicht mehr als einfache Nahrungsquelle zur Verfügung steht.
Die Mantelmöwe ernährt sich von tierischen Produkten, Abfällen, Fischen, Vögeln und Meerestieren.
