Mittelmeermöwe

Familie: Möwenverwandte (Laridae)
Gattung: Larus

Mittelmeermöwe (Larus michahellis), Foto: Hauke Roy

Die Mittelmeermöwe, kommt, wie ihr Name schon sagt, im Mittelmeerraum und am Schwarzen Meer vor. Auch in den nordöstlichen Teilen West- und Mitteleuropas sind sie heimisch, teilweise auch weiter im Inland. In den Rieselfeldern kommt die Mittelmeermöwe ebenfalls vereinzelt vor.
Die meisten Mittelmeermöwen sind Standvögel und bleiben über das ganze Jahr an einem Ort, während einige Strichvögel sind und bei niedrigen Temperaturen nur die Längengerade wechseln.
Die Mittelmeermöwe ist reinweiß mit hellgrauer Oberseite mit schwarzer Spitze an den Handflügeln, welche mit weißen Flecken versehen sind. Sie besitzen einen gelben Schnabel mit Gonysfleck und gelbe Beine. Im Winter verblasst die Farbe ihrer Beine und es bildet sich ein leichter brauner Streifen an Ohr und Scheitel. Jungvögel sind noch graubraun.

Die Mittelmeermöwe galt früher irrtümlich als Unterart der Silbermöwe, wird nun aber als eigene Art eingestuft. Von daher sieht die Mittelmeermöwe der Silbermöwe auch zum verwechseln ähnlich, sie unterscheiden sich jedoch in Größe und Form; die Mittelmeermöwe wird in etwa 52 bis 58 Zentimeter groß und erreicht eine Flügelspannweite von 120 bis 140 Zentimetern. Somit ist sie etwas kleiner als die Silbermöwe. Auch ist sie kompakter gebaut und besitzt einen kräftigeren Schnabel, der vorne stumpfer und abgerundeter ist. Bei der Oberseite fehlt auch die bläuliche Färbung.
Mittelmeermöwen ernähren sich sehr vielfältig und fressen Fisch, Tintenfisch, weiter im Inland aber auch Schnecken, kleinere Säugetiere und vor Ort angebaute Früchte.