Schnatterente

Schnatterenten-Männchen (Mareca strepera) im Prachtkleid. Foto: Holger Mohn.

Zuordnung:
Familie: Entenvögel (Anatidae)
Gattung: Pfeifenten (Mareca)

Mit 45 cm bis 54 cm kaum kleiner als die Stockente weist die Schnatterenet ein Flügelspannweite bis zu 93 cm auf. Dabei wiegt sie 800 g bis 1300 g. Die Männchen sind schwerer als die Weibchen. Die Enten-Weibchen sind von Art zu Art oft sehr ähnlich. Das Schnatterenten-Weibchen hat ein weißes Flügelfeld. An entsprechender Stelle weisen StockentenWeibchen ein blaues Flügelfeld auf.

Schnatterenten-Weibchen, hinten mit weißen Flügelfeld (Spiegel). Foto: Alfred Steins.

Das Schnatterenten-Männchen hat im Prachtkleid einen schwarzen Schnabel und vor allem grazil grau und auch braun gemustertes Gefieder sowie einen hellen, fast weißen Bauch. Dabei ist es weniger bunt als andere Enten-Männchen. Im Schlichtkleid ähnelt es sehr dem Weibchen.

Auch das Schnatterenten-Männchen hat das chrakteristische weiße Flügelfeld. Foto: Alfred Steins.

Die Schnatterente brütet in vegetationsreichen, oft eutrophen Feuchtgebieten mit Süß- oder Brackwasser.

In NRW gilt die Schnatterente als seltener Brutvogel sowie als regelmäßiger Durchzügler und Wintergast aus Osteuropa und Rußland. Die Schnatterente ernährt sich überwiegend von Wasserpflanzen wie Teichlinsen und Laichkräutern sowie den Samen und Wurzeln der Riedgräser sowie von Blättern von Wiesengräsern. Dabei werden auch Schnecken und Muscheln aufgenommen. Ein geringer Teil der Nahrung besteht auch aus Amphibien, kleinen Fischen und Wasserinsekten.

Die Schnatterente ist ganzjährig in den Rieselfeldern anzutreffen und zwar in meist größerer Zahl als die Stockente. Zwischen 120 und 130 Brutpaare leben in den Rieselfeldern. Im Frühjahr gehören die Rieselfelder Münster mit 600 bis 800 Schnatteren zu den bedeutendsten Rast- und Brutgebieten dieser Art in NRW. Im September erreichen die Schnatterenten-Zahlen von 1400 (2024) bis zu 1800 (2020) Individuen. Selbst in den Wintermonaten gehen die Schnatterentenbestände in den Rieselfeldern selten auf unter 300 Individuen zurück.

Schon frühmorgens besonnte Ableiter-Böschungen dienen den Schnatterenten im Winter gerne als Sonnenbank. Foto: Christiane Häder.