
Zuordnung:
Familie: Entenvögel (Anatidae)
Gattung: Löffelenten (Spatula)
Der Name sagt es schon: die Löffelente hat durch ihren löffelartig verbreiteten Schnabel ein markantes Aussehen und ist damit gut von anderen Enten zu unterscheiden. Mit ihren 48 cm bis 52 cm und einer Flügelspannweite von ca. 84 cm und einem Gewicht von 900 g bis1100 g sind sie etwas kleiner als Schnatter- und Stockenten. Löffelenten-Weibchen und -Männchen sehen nicht nur im Gefieder unterschiedlich aus, das Männchen ist auch etwas größer und schwerer. Das Gefieder des Mänchen ist deutlich bunter und ähnelt von der Farbverteilung her der Brandgans. Die Augen des Schnatterenten-Männchen sind gelb. Das Weibchen unterscheidet sich nur wenig von einem Stockenten-Weibchen. Auffällig ist nur ihr großer kräftiger brauner Schnabel, der seitlich orange Ränder hat. Die dunklen Augen des Schnatterenten-Weibchen sind hell umrandet.

Die Löffelente brütet an flachen, nährstoffreichen Gewässern mit viel Vegetation und im Sumpfgebiet mit freien nicht zu verkrauteten Wasserflächen und mit dichtem Schilf bewachsenen Uferzonen. Sie zieht Klein- und Kleinstgewässer größeren Seen und Teichen vor. Sie überwintert von Westeuropa über das Mittelmeergebiet bis ins tropische Afrika. Die Löffelente ist im gesamten Mitteleuropa ein verstreuter und im nördlichen Mitteleuropa häufiger Brutvogel. Die Nahrung besteht aus Plankton, kleinen Wassertieren wie Insektenlarven und Würmern sowie jungen Pflanzentrieben und Sämereien.


Die Löffelente ist in den Rieselfeldern ganzjährig anwesend. Auf dem Heimzug im Frühjahr sind bis zu 400 und auf dem herbstlichen Wegzug bis zu über 600 Individuen in den Rieselfeldern zu sehen. Die meisten Vögel kann man zwischen September und November erwarten. Ca. 200 Löffelenten überwintern in den Rieselfeldern im Januar und Februar. Bei den Löffelenten-Bruten gibt es einen rückläufigen Trend in den Rieselfeldern: gab es 2009 noch 15 Löffelenten-Reviere, so sind es in den 20er Jahren in diesem Jahrhundert nur noch 3-5 Brutpaare.

In Nordrhein-Westfalen und auch in gesamt Deutschland gilt die Löffelente als eine gefährdete Brutvogelart (RL 3).
