Graureiher

Familie: Reiher (Ardeidae)
Gattung: Ardea

Graureiher im Wasserfall, Foto: Michaela Stenz

Der Graureiher ist die am häufigsten vertretene Reiherart in Eurasien und ist dort und in Afrika weit verbreitet. Auch in den Rieselfeldern ist er, abgesehen von der Brutzeit, ganzjährig vorzufinden. Der Graureiher brütet am liebsten an Flachgewässern, die mindestens vier Monate im Jahr nicht zugefroren sind. Sie sind nicht nur an Süß-, sondern auch an Salzgewässern heimisch.

Watender Graureiher (Ardea cinerea) Foto: Thorsten Hoffmann

Der Graureiher wird bis zu einem Meter groß und wiegt ein bis zwei Kilogramm. Seine Flügelspannweite beträgt 175-195 Zentimeter. Der einzige Unterschied zwischen Männchen und Weibchen ist der geringe Größenunterschied.
Die Stirn und der Oberkopf des Graureihers sind weiß und sein Hals grauweiß. Sein Rücken ist aschgrau mit weißen Bändern und er besitzt schwarze Augenstreifen. Charakteristisch für den Graureiher sind seine drei Schopffedern. Der Schnabel variiert in verschiedenen Gelb- und Brauntönen.

Graureiher. Foto: Michaela Stenz

Der Graureiher besitzt sogenannte Puderdunen, die sich an der Brust und den Leisten befinden. Wenn er dort mit dem Kopf entlangreibt, entsteht ein Pulver, dass ihn vor Nässe schützt.
Der Graureiher geht alleine auf Nahrungssuche, die immer ähnlich abläuft. Er steht eine Weile stocksteif auf einem Platz. Wenn er seine Beute ausgespäht hat, bewegt er sich langsam vorwärts und packt dann blitzschnell zu. Mit dieser Methode erbeutet er zum Beispiel Fische, Frösche, Molche, Schlangen und Wasserinsekten.