Stauwehr und Pumpwerk
Als die Abwassermengen aus der Stadt zu groß wurden, fasste der Rat der Stadt Münster 1967 den Beschluss, im Südteil der damaligen Rieselfelder eine Kläranlage zu bauen, die im September 1975 ihren Betrieb aufnahm. Seit der Zeit erhält das Gebiet das aus der Kläranlage kommende geklärte Abwasser (Klarwasser).
Die offenen Gräben und Betonhalbschalen wurden in den 1980er Jahren in ehrenamtlicher Eigenleistung durch Rohrleitungen und Pumpen ersetzt und statt der Rieselwärter sorgen seit 1977 Zivildienstleistende, Teilnehmer am freiwilligen ökologischen Jahr (FÖJ) sowie am Bundesfreiwilligendienst (BFD) und Mitarbeitende der Biologischen Station für die Verteilung des Wassers.
Seit 1999 wird das Wasser für die Bewässerung der über 90 Bewässerungsflächen aus dem Großen Stauteich entnommen und von Pumpen über drei Hauptleitungen im Gebiet verteilt. Eine der drei Hauptleitungen tritt oberirdisch aus dem Pumpwerk aus und ist somit an der rechten Seite des Pumpwerkes sichtbar.
Im Bereich des Auslaufes des Stauwehres kann man häufig eine Teichhuhn-Familie, gelegentlich einen Graureiher und selten einen Eisvogel beobachten. Manchmal sitzen auch Bachstelzen auf den Steinspitzen. Die Steine, die man nur bei geringem Überlauf sieht, dienen als sogenannte raue Rampe, die das überlaufende Wasser zusätzlich aufwirbeln und so mit Sauerstoff anreichern sollen.
