Die Biologische Station Rieselfelder Münster
Das als Provisorium gedachte Gebäude der Biologischen Station Rieselfelder Münster mit einer fast barrierefrei zugänglichen Ausstellung und einer öffentlich zugänglichen Toilette wurde 1979 hier errichtet. Es ist dies aber nicht der erste Standort der Biologischen Station in den Rieselfeldern. Biologie-Studierende sowie Naturschützerinnen und Naturschützer riefen die Biologische Station mit den ersten Bauwagen am Rande des Naturschutzgebietes „Gelmer Heide“ 1968 ins Leben. Seit 1974 gab es ein festes Holzbarackengebäude bei der heutigen Storchen-Beobachtungshütte (Hütte 5, Infopfosten 21) an der Fläche 22A. Hier entstand auch die erste bereits für die Öffentlichkeit zugängliche Ausstellung, die über die Bedeutung der Rieselfelder informierte.
Die Hauptaufgaben der Biologischen Station Rieselfelder sind die Bewässerung der über 90 Parzellen, verschiedene Arbeiten zur Gebietspflege, die vogelkundliche Beobachtung und Öffentlichkeitsarbeit. Der Umfang der zu leistenden Arbeiten ist durch einen Arbeits- und Maßnahmenplan mit der Stadt Münster und dem Land Nordrhein-Westfalen festgelegt.
In unmittelbarer Nachbarschaft steht die ehemalige Rieselmeisterei. Bis 1975 war das heute unter Denkmalschutz stehende Fachwerkhaus (erbaut 1906) Wohnsitz des Rieselmeisters, der bis zum Bau des modernen Klärwerkes für die ordnungsgemäße Verrieselung der Abwässer zuständig war.
