Streuobstwiesen

Streuobstwiesen sind ein Lebensraum, den man in den Rieselfeldern nicht ohne weiteres vermuten würde. Typisch nicht nur für die münsteraner Rieselfelder sind dagegen die Obstbaumalleen, die früher fast alle Wege begleiteten und auch heute noch stellenweise erhalten sind.

Alte Birnbaumreihe in der Blüte Ende April im Naturerlebnisgebiet. Foto: Markus Hagemann.

Zusätzlich wurden mit der Einrichtung des Naturerlebnisgebietes  einige Obstwiesen mit Hochstämmen alter und oft nur regional verbreiteter Sorten wie „Dülmener Rosenapfel“ und „Köttelbirne“ angepflanzt.

Streuobstwiese in der Nähe vom „Heidekrug“. Im Hintergrund die Mülldeponie.

Streuobstwiesen liefern nicht nur schmackhaftes Obst, sie sind auch wertvoller Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Vor allem in älteren Bäumen finden Steinkauz, Gartenrotschwanz, Hornissen oder Siebenschläfer geeignete Asthöhlen. Neuntöter und Schwarzkehlchen haben in den Rieselfeldern ihre Reviere im Bereich von Obstbäumen. Die Wiesen selber werden nicht gedüngt und maximal zweimal im Jahr gemäht.

Die Biologische Station Rieselfelder Münster betreut die Obstwiesen seit 2024 auch wieder mit Hilfe einer ehrenamtlichen Streuobstgruppe. Mit ihrer Unterstützung werden Ende September Äpfel in den Rieselfeldern geerntet und zu Rieselfelder Apfelsaft gepresst, den Sie an der Biologischen Station erwerben können.

Baumschnitt, Baumpflege und Apfelernte sind aufwendig, daher ist weitere Unterstützung immer wilkommen. Bei Interesse melden Sie sich gerne unter