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Der Rieselfeldhof

Zu der von 1906 bis 1916 errichteten landwirtschaftlichen Hofstelle gehörte immer schon die Bauernkneipe „Heidekrug“. Diese Kombination war früher im Münsterland weit verbreitet. Die Ausstattung des Schankraumes der Gaststätte stammt original aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts. In einem Gastraum hat der Heimatverein eine Hermann Löns-Ecke eingerichtet.

Die gesamte Hofstelle ist heute denkmalgeschützt. Der ehemalige Pferde- und Kuhstall beherbergt eine Ausstellung zur Landschaftsgeschichte der Rieselfelder. Der ehemalige Schweinestall dient als Seminargebäude, das auch für Veranstaltungen angemietet werden kann.

In der Durchfahrtsscheune sind landwirtschaftliche Maschinen untergestellt und lagert Holz für die vielfältigen Arbeiten in den Rieselfeldern.

Der Rieselfeldhof bietet auch einigen Künstlerinnen und Künstlern Platz für Ateliers. Einen kleinen Schuppen nutzt eine Imkerin zur Honig- und Wachsproduktion. Ein wahrlich „lebendiges“ Denkmal.

Anfang des Jahres 2000 hat die Biologische Station die gesamte Hofstelle von der Stadt als Erbbaurecht übernommen und mit Hilfe von Mitteln des Landes NRW sowie der Nordrhein-Westfalen-Stiftung für Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege sowie der NRW-Stiftung für Umwelt und Entwicklung renoviert und für die heutigen Nutzungen umgebaut.

Hinter dem ehemaligen Schweinestall wurde 2011 im Rahmen des Projektes „Naturerlebnis für Alle“ ein Gewässer mit einer barrierefreien Steganlage und einem Lehrpfad angelegt. Gefördert wurden die barrierefreien Angebote mit Mitteln des Landes NRW und der EU-Regionalförderung.

Die Biologische Station Rieselfelder Münster bietet nach Voranmeldung für ein geringes Entgelt am Rieselfeldhof auch je ein Rollfiets und einen Rollstuhl zur Ausleihe an.